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Königsberg-Rauschen

 
Am 3. Tag ging die Fahrt zur polnisch-russische Grenze bei
Mammonovo, wo uns ein „Naturereignis“ in Gestalt unserer Reiseleiterin „Zhuzhuna“ erwartete. Sie begleitete uns mit Witz, Verstand und viel Herz ( so ist es) durch die Tristesse der stundenlangen, schikanösen Formalitäten an den Grenzübergängen. Ihr fundiertes Wissen über ihre Heimat vermittelte sie, gepaart mit auflockernden Witzen und Gedichten über Menschen und Landschaft so eindrucksvoll, das sie den Mitreisenden schnell ans Herz gewachsen war. Zhuzhuna hinterließ von allen noch folgenden Reiseleiterinnen zweifellos den nachhaltigsten Eindruck. Irgendwann erreichten wir dann doch noch nach 234 km Königsberg/Kaliningrad. Die in Nordwestrußland auf einer Fläche von 215 qkm gelegene Stadt hat rd. 424.000 Einwohner, und weist eine Bevölkerungsdichte von 1.964 Einwohner je qkm aus. Unser Stadtrundgang mit Besichtigung des Kant-Denkmals, der Dominsel, des Roßgärter und Friedländer Tores und der Philharmonie geriet nach dem strapaziösen Tag für viele Reisende schon etwas ins Nebulöse. So wurde dann die Weiterreise am späten Nachmittag nach Rauschen an der Samlandküste von den meisten zu einem erholsamen Schläfchen im Bus genutzt.
   

Text: Uwe Langer / Bilder u. Web: Knud Knudsen